Forpus Spengeli

Der Kolumbianische Sperlingspapagei oder auch Forpus Spengeli wird in unseren Volieren immer beliebter. Und das zu Recht, denn es ist eine interessante Unterart, die dem Halter viel Freude machen kann. Forpus Spengeli sind nicht so aggressiv wie Blaunacken, sondern sehr soziale Tiere, eher vergleichbar mit Augenring-Sperlingspapageien. Aber dann doch wieder nicht ganz so ruhig und friedlich.

Eine Zeitlang waren Spengeli im deutschsprachigen Raum sehr selten. Nun, mit der steigenden Beliebtheit dieser Tiere, ist die Anzahl wieder gestiegen. Dennoch gibt es natürlich immer noch weit weniger Kolumbianer als Blaugenick-Sperlingspapageien. Man findet sie kaum bei Privathaltern, sondern überwiegend bei Züchtern.

Spengeli wurden früher zu den Blauflügel-Sperlingspapageien gezählt, heute geht man davon aus, dass es sich um eine eigene Art handelt. Zu erkennen sind sie am türkisen Bürzelgefieder der männlichen Tiere.

Foto: Kolumbianischer Sperlingspapagei, Hahn

Mutationen sind mir bei den Kolumbianern keine bekannt.

Von der Haltung, Ernährung, etc. kann man sie mit den anderen Sperlingspapageien vergleichen. Sie brauchen, wie diese, im Verhältnis zu ihrer Körpergröße viel Platz. Für einen Kleinschwarm mit drei Paaren sollte man eine Voliere von zumindest 2 x 1 x 2 m zur Verfügung stellen.

Foto: Spengeli haben eine enge Paarbindung

Eine Einzelhaltung ist, wie bei allen Papageienvögeln, nicht tiergerecht. Eine Schwarmhaltung außerhalb der Brutzeit ist möglich, es sollte jedoch, wie gerade erwähnt, ausreichend Platz vorhanden sein.

Foto: Eine Schwarmhaltung ist bei Kolumbianern möglich

Von zahmen kolumbianischen Sperlingspapageien habe ich noch nichts gehört, was sicherlich auch mit daran liegt, dass diese meistens nur von Züchtern gehalten werden.