Sperlingspapageien

Faszination Sperlingspapagei

Sie gehören zu den kleinsten Papageienvögeln überhaupt. 12 bis 13 cm sind die kurzschwänzigen Papageien nur groß. Lediglich die Gelbmasken-Sperlingspapageien sind mit ca. 15 cm ein bisschen größer, aber immer noch mini!

1513011Foto: Sperlingspapageien sind sehr klein!

Obwohl sie so klein sind, sind es echte Papageien, von ihrem ganzen Verhalten her! Sie sind neugierig und verspielt, sie klettern gerne, wobei sie wie ihre großen Verwandten ihren Schnabel als „dritte Hand“ einsetzen, sie nagen gerne.

1513010Foto: Sperlingspapageien klettern gerne, z.B. am Gitter

Dennoch sind sie in vielen Punkten pflegeleichter als größere Papageien. Was natürlich auch mit an der geringen Größe liegt. Wo man für andere Papageien eine Riesen-Voliere braucht, kommt ein Pärchen Sperlingspapageien mit einem Käfig von 1,20 m Breite aus – mehrstündiger Freiflug natürlich vorausgesetzt! Auch beim Freiflug im Zimmer kommen die kleinen Vögelchen logischerweise mehr auf ihre Kosten als Großpapageien.

Was vielen Haltern in Mietwohnungen entgegenkommt: Sperlingspapageien haben nicht so ein lautes Organ wie viele andere Papageien oder Sittiche. Ihre Stimme ist recht leise, und sie lassen sie auch nicht den ganzen Tag über erklingen, wie z. B. Wellensittiche. Es sind von daher sehr angenehme Wohnungsvögel.

grünscheckeFoto: Sperlingspapageien sind angenehme Wohnungsvögel

Auch Sperlingspapageien machen Schmutz, ganz klar. Klar ist aber auch, dass bei so kleinen Vögeln wesentlich weniger, bzw. kleinere, Federn herumfliegen als bei großen. Auch Gefiederstaub ist kaum wahrnehmbar. Die Kothäufchen von drei Tagen bringen zusammengenommen so viel „Material“, wie ein einziger Haufen von einer Amazone oder einem Graupapagei.

Das Nagebedürfnis der Sperlingspapageien kann man leicht mit frischen Ästen oder einem Korkspielzeug zufriedenstellen, so dass die Möbel und die Türen verschont werden. Die Sperlis gehen nicht gerne an gehobeltes Holz, sondern ziehen gewachsenes oder raues Holz eindeutig vor, was bei der Wohnungshaltung ein Vorteil ist.

2015-10-12 17.22.40Foto: Sperlingspapageien brauchen Äste zum Benagen

Dennoch haben auch Sperlingspapageien natürlich ihre Ansprüche. Sie sind, wie alle Papageienvögel, paarweise zu halten. Das Partnertier sollte der gleichen Art angehören. Also keinen Blaunacken mit einem Augenring verpartnern!

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Foto: Sperlingspapageien sind paarweise zu halten!

Gerade Blaugenick-Sperlingspapageien können aggressiv werden und sollten entweder nur paarweise gehalten werden, oder in einer geräumigen Voliere (ab 2 m Breite) in einem Kleinschwarm von mindestens 3 Paaren. Eine Möglichkeit zum Trennen sollte vorhanden sein, denn die Schwarmhaltung klappt nicht immer. Die Gemeinschaftshaltung von zwei Paaren ist meist schwieriger als der Kleinschwarm mit drei Paaren, aus welchen Gründen auch immer. Vermutlich ist hier die Konkurrenzsituation zu heftig.

süßesperlis3Foto: Blaunacken gibt es in vielen Farben

Augenring-Sperlingspapageien hingegen sind zumeist friedlicher und können außerhalb der Brutzeit bei genügend Platz auch mit anderen friedlichen Vögeln zusammen gehalten werden.

151306Foto: Augenring-Sperlingspapagei und Bourkesittich in Gemeinschaftsvoliere

Wenngleich sich auch zwei oder mehrere Weibchen oder, außerhalb der Brutzeit, zwei oder mehr Hähne gut vertragen können, ist die Haltung als „echtes“ Paar am artgerechtesten. Sie sitzen meistens mit ihrem Partner eng aneinander gekuschelt (Kontaktsitzen) und kraulen sich auch gegenseitig.

1501315Foto: Kontaktsitzen bei Sperlingspapageien

Sperlingspapageien sind relativ schreckhafte Vögel, können aber auch durchaus zahm werden. Sie sind aber auch, durch ihr verspieltes und neugieriges Wesen, interessant zu beobachen. Dies ist besonders für Blaugenick-Sperlingspapageien zutreffend. Obwohl sie so klein sind, können sie sehr fest zubeißen.

Über die am meisten gehaltenen Sperlingspapageien, die Blaugenick-Sperlingspapageien, können Sie hier mehr nachlesen.

Mehr zur Ernährung von Sperlingspapageien erfahren Sie auf dieser Seite.

2 Gedanken zu „Sperlingspapageien

    1. papageien-blog Artikelautor

      Eifutter ist für die Zucht gedacht und sollte außerhalb der Zuchtphase selten gegeben werden, sonst kann es sein, dass die Tiere in Brutstimmung kommen. Wer nicht züchten möchte, braucht seinen Sperlingspapageien gar kein Eifutter anzubieten, wer züchtet, sollte es ab und zu geben, damit die Tiere es kennen und in der Zucht dann auch gut annehmen. Mehr als einmal in zwei Wochen würde ich es aber nicht geben, um wie gesagt die Brutlust nicht zu wecken.

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