Kategorie-Archiv: Zähmen

So werden die Papageien zahm

Aymarasittiche – liebenswerte kleine Papageien!

bei mir sind vor einiger Zeit zwei Pärchen Aymarasittiche eingezogen und ich bin ganz begeistert von diesen drolligen Gesellen! Sie sind sehr lebhaft, neugierig und verspielt, so dass immer was los ist in der Voliere. Sie haben natürlich allerhand Beschäftigungsmaterial wie frische Äste, Seile, Schaukeln und gekaufte Papageienspielsachen, die auch wirklich genutzt werden. Nach einer kurzen Phase der Beäugung stürzen sich die Racker auf die Sachen und fangen an, sie zu erkunden.

Auch mir gegenüber sind sie wenig scheu. Nach der ersten Eingewöhnungsphase sind sie recht unerschrocken Menschen gegenüber. Schritt für Schritt gewinnen sie mehr Vertrauen. Sie lassen sich nicht stören, wenn sie am Fressen sind, fliegen einen an, nehmen Leckerchen aus der Hand und sind auch dem Clickertraining gegenüber aufgeschlossen. Solche Vögel machen natürlich viel mehr Spaß als andere, die gleich erschreckt davonfliegen, wenn sie einen sehen. Gerade bei kleineren Papageienvögeln kann das leicht mal der Fall sein, wenn sie nicht von klein auf an Menschen gewöhnt sind.

Schön ist auch, dass die Aymaras relativ leise sind. Sie haben ein angenehmes Zwitschern, welches sie nur phasenweise erklingen lassen. Dabei sind sie recht kommunikativ, indem sie mir auf meine Pfeifsignale Antwort geben…

Da ich im Internet gelesen habe, dass Aymarasittiche nicht sehr nagefreudig sind, habe ich sie in einer Holzvoliere untergebracht. Tatsächlich lassen sie das Volierenholz in Ruhe. Aber was sie an Ästen kleinnagen, ist schon enorm! Besonders beliebt sind Tannenzweige. Da wird jedes einzelne Nädelchen abgezupft, zernagt und auf den Boden geschmissen. Also sauberzumachen gibt es schon etwas! Aber so ein Haufen Tannennadeln ist ja schnell zusammengefegt. Auf frische Gräser sind sie auch ganz scharf. Die werden auch ganz zerzupft. Mit solchen Dingen kann man sie super beschäftigen.

Aymarasittiche sind ähnlich groß wie Wellensittiche, unterscheiden sich von denen jedoch dadurch, dass sie ihren Fuß als Greifhand einsetzen wie größere Papageienvögel. Möglicherweise ist dies der Grund dafür, dass diese Vögel so intelligent sind. Denn das sind sie nach meinen Beobachtungen in der Tat. Sie beobachten ganz genau und ziehen ihre Schlüsse (z. B. Leckerchenverstecke…!).

Von der Haltung her sind Aymaras ein kleines bisschen aufwändiger als Wellen- oder Nymphensittiche, da sie ein Schlafhäuschen benötigen, um sich richtig wohl zu fühlen. Wenn man verhindern will, dass sie brutlustig werden, muss man dieses Schlafhaus so gestalten, dass die Temperatur dort drinnen nicht zu kuschelig wird. Ich empfehle Wellensittichnistkästen, bei denen man den Deckel ein Stück auflässt und in dieser Stellung befestigt. Alternativ kann man z. B. auch einfach eine Seitenwand entfernen oder zusätzlich zum Einstiegsloch ein Fensterchen hineinschneiden.

Weitere Informationen über diese interessanten Sittiche sind hier zu finden.

Leckerchen für Papageien

Die einen nennen es Belohnung, die anderen Bestärker, Verstärker, Goodie oder einfach Leckerchen. Wer mit seinen Papageien Clickertraining macht oder die Vögel einfach ab und zu für erwünschtes Verhalten belohnen möchte, der sollte wissen, was von seinem Tier als Belohnung empfunden wird. Denn das ist unter Umständen nicht bei jedem Papagei gleich. Einer steht auf Sonnenblumenkerne, ein anderer auf Rosinen. Meine Mohrenkopfpapageien Weiterlesen

Hilfe, mein Mohrenkopfpapagei beißt!

Ab und zu erreicht mich ein solcher Hilferuf. Meiner Erfahrung nach neigen Mohrenkopfpapageien aus Naturbrut nicht besonders zur Aggressivität gegenüber Menschen (außer vielleicht in der Brutzeit). Dies mag damit zusammenhängen, dass sie relativ schreckhaft und dabei in allererster Linie Fluchttiere sind. Wenn sie sich bedroht fühlen, hauen sie normalerweise ab. Andere Papageienarten, z. B. Amazonen, sind nicht so schnell mit dem Weiterlesen

Freiwilligkeit beim Training

Sicher ist es schön, wenn man seine Vögel so einfach in den Transportkäfig setzen kann, wie ich Vroni im Video unten reinsetze. Viel wertvoller ist es für mich jedoch, wenn es so klappt, wie mit Seppl. Dieser geht auf den Befehl „Rein mit dir“ von selber in den Käfig. Das heißt, er hat noch mehr als Vroni die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob er reingeht oder nicht.

Auch Vroni hätte natürlich die Möglichkeit, noch kurz vor dem Käfigtürchen wegzufliegen. Sie Weiterlesen

Transportkäfig-Training, Fortsetzung

Hier habe ich berichtet, wie ich meinen Mohrenkopfpapageien beigebracht habe, in den Transportkäfig zu gehen. Wie ging es weiter? Trage ich meine beiden Mohren inzwischen im Transportkäfig durch die Gegend?

Im Ernstfall könnte ich das sicherlich machen. Da kein Ernstfall in Sicht ist, dürfen sie ein bisschen Sicherheit mit der Situation gewinnen. Das heißt, ich trainiere folgendermaßen: Weiterlesen

Einzelhaltung

Gleich noch ein Reizthema (für manche): Einzelhaltung

Leider gibt es immer noch Menschen, die einzelne Papageien oder Sittiche halten. Weil diese doch ach so zahm sind.

Tatsächlich schließen sich einzeln gehaltene Vögel manchmal enger an den Menschen an als im Schwarm oder zu zweit gehaltene. Er ist ja ihr einziger „Ansprechpartner“. So wird der Mensch Weiterlesen

Handaufzucht oder Naturbrut?

Handaufzucht vs. Naturbrut

Was ist der Unterschied? Was ist besser?

Naturbrut bedeutet, dass die jungen Vögel von den Eltern gefüttert werden, bis zum Ausfliegen und darüber hinaus, bis sie futterfest sind.

Bei der Handaufzucht werden die Jungen entweder gleich nach dem Schlupf oder zu einem Weiterlesen

Intelligente Papageien!

Kürzlich hab ich ein total nettes Spielchen mit Seppl gespielt: Nachmachen. Er saß auf einem Ast mir gegenüber, und hat sich ab und zu bewegt, wie sich Papageien halt ab und zu bewegen. Kopf hierhin. Später Kopf dahin. Später mal nach unten geguckt. Mal mit dem Fuß am Hals gekratzt. Ok. Nichts besonderes eigentlich. Das Besondere war, dass ich, so gut das eben geht, wenn man keinen Schnabel, keine Flügel und keine Federn hat, versucht habe, ihn exakt Weiterlesen

Gewöhnung an den Transportkäfig

Wie gewöhnt man seine Papageien an einen Transportkäfig?

Nun, da gibt es allerhand Möglichkeiten, die man, auch in Kombination, probieren kann. Ganz wichtig finde ich, dass sie den Transportkäfig kennen, dass er ein bekanntes und akzeptiertes Möbel ist. Bei mir steht er daher dauerhaft im Vogelzimmer und wird von den Vögeln auch, z.B. als Sitzplatz, gerne genutzt. Also nicht falsch verstehen: Sie sitzen oben drauf, nicht drinnen! Weiterlesen