Kosten der Papageienhaltung

Mit welchen Kosten muss man als Papageienhalter im Monat so rechnen?

Zwei Papageien fressen gar nicht sooo viel! Mit einem Kilo Körnerfutter kommt man, je nach Größe der Papageien, recht weit. Bei mir hält es meistens länger als einen Monat. Größere Mengen kaufe ich schon gar nicht, damit ich nicht so viel Futter lagern muss. Die Händler haben im Regelfall bessere Lagermöglichkeiten als ich. Wenn die Körner kühl und trocken gelagert werden, halten sie gut frisch. Bei mir lagern sie bei Zimmertemperatur, das ist nicht ganz so optimal. Zumindest können sich auch schneller Pilze oder Bakterien vermehren. Das Körnerfutter für Papageien kostet meist so 3 bis 5 Euro das Kilo, je nachdem, wo man kauft. Bei der Abnahme von größeren Mengen ist es teils erheblich günstiger. Also alleine vom Körnerfutter wird man, bei zwei Papageien, nicht arm.

Ebereschen3                             Foto: Vieles kann man in der Natur sammeln (hier: Ebereschen)
Ok, Körnerfutter. Was brauche ich noch? Die Äste zum Knabbern hole ich aus dem Garten oder aus dem nahen Wald. Kosten also nix. Obst und Gemüse. Gebe ich immer von dem, was wir Menschen auch essen. Äpfel haben wir eh immer eine Kiste im Keller. Auch Paprikas gehören bei uns zum Standard. Ebenso wie Karotte und Salatgurke. Meine Mädels und ich essen gerne und viel Obst, Salat und Gemüse. In Haushalten, wo dies nicht so regelmäßig auf dem Speisezettel steht, muss man sicherlich einen extra Betrag dafür veranschlagen. Vieles kann man auch in der Natur sammeln (zumindest in der wärmeren Jahreszeit…), wie zum Beispiel Löwenzahn, frische Gräser, Beeren.

Käfigeinstreu brauche ich nicht, da ich die Voliere mit Zeitungspapier auslege. Ok, das Zeitungsabonnement ist richtig teuer, wie ich finde. Aber das haben wir ja nicht wegen meiner Papageien… ;-).
Dann kaufe ich ab und zu ein Päckchen Eifutter, Keimfutter und spezielle Vitaminpräparate, hier geht es aber um die Zuchtvorbereitung und kann von Otto Normalhalter vernachlässigt werden, wenn die Ernährung vielseitig ist. Einen Mineralstein und einen Gritstein sollte man anbieten, der kostet jeweils um die zwei Euro und hält meist einige Wochen oder länger.

Kolbenhirse1Foto: Ab und zu muss man auch Leckerchen kaufen (hier: Kolbenhirse)!

Ist die Papageienhaltung also preisgünstig? Also wenn man die Anschaffung der Tiere und der Voliere mal außer Acht lässt? Ich würde sagen, es kommt drauf an. Auf was? Natürlich erstmal darauf, dass die Tiere gesund sind. Denn Tierarztbesuche können richtig zu Buche schlagen. Ansonsten kommt es noch aufs Kaufverhalten des Einzelnen an. Mir macht es Spaß, immer wieder was Neues auszuprobieren. Mal hier und mal dort etwas zu bestellen und zu testen, sei es Zuckerrohr, Johannisbrotschoten, Palmnüsse oder Papageienspielzeug. Ja, Papageienspielzeug, da kann man echt ein Vermögen liegen lassen! Die Papageien sind allerdings mit Ästen aus dem Wald oft genauso glücklich wie mit einem teuren Spielzeug.

Amazonen HaselnussastFoto: Ein Haselnussast bietet Beschäftigung!

Ansonsten sind die täglichen Unterhaltungskosten der Papageier gar nicht so krass. Meine Empfehlung ist daher, jeden Monat einen bestimmten Betrag auf die Seite zu legen für unvorhergesehene Ausgaben. Spare beizeiten dann hast du in der Not, hat man früher gesagt, und das gilt auch heute noch, auch wenn das Ersparte kaum mehr Zinsen bringt. Niemand will kranke Papageien, aber gut, wenn man dann wenigstens für die Behandlung beim vogelkundigen Tierarzt etwas Geld auf der hohen Kante hat!

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