Papageienzeit

Schon vor ein paar Monaten habe ich über die Papageienzeitschrift „Papageienzeit“ berichtet, ich war damals aber nicht so richtig glücklich mit dem Heft, was unter anderem auch redaktionelle Gründe hatte. Ich hatte mir daher vorgenommen, der Zeitschrift zu einem späteren Zeitpunkt nochmal eine Chance zu geben. So habe ich mir die August-September 2014

Ausgabe gekauft und inzwischen mit großem Gewinn gelesen.

papageienzeitFoto: Zeitschrift „Papageienzeit“

Das Heft hat mir richtig gut gefallen, ich habe fast jeden Artiken vom ersten bis zum letzten Buchstaben gelesen. Besonders gefreut hat mich z. B. der Bericht über einen Besuch auf der Interzoo in Nürnberg (von Susanne Rückemann, s. 4). Hier wird beklagt, dass auf der „weltgrößten Fachmesse für Heimtierhaltung“, wo angeblich „Maßstäbe für die kommenden Jahre“ in punkto Heimtierzubehör gesetzt werden, immer noch tierschutzwidrige Volieren und Zubehör für Vögel angeboten werden. Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht, da auch mir die unzureichenden Angebote für unsere Sittiche und Papageien immer wieder sauer aufstoßen.

Ganz toll fand ich auch die Rubrik für Kinder. Hier wird z. B. der Katharinasittich vorgestellt (von Sigrid März, S.11), kindgerecht aber dennoch anspruchsvoll und kompetent, mit sinnvollen Haltungshinweisen, z. B. dass man Katharinasittiche im arteigenen Schwarm halten soll.

Mitreißend fand ich den Bericht auf Seite 16, vom Kauf eines an PBFD erkrankten Papageis. Ich hatte die Geschichte schon mehr oder weniger „live“ in den Vogelforen mitbekommen, wo die Halterin um Rat nachgesucht hatte, und fand es dennoch spannend, alles nun noch einmal im Zusammenhang zu lesen. Sehr wichtig auch für Leute, die noch vor der Anschaffung von Papageien oder Sittichen stehen!

Gut gefallen hat mir auch der Bericht von Susanne Ochsendorf auf S. 22 über den Papageienführerschein auf dem Papageienhof Dreiländereck. Da sieht man, dass es auch wirklich ausgezeichnete Angebote für Papageienhalter gibt! Für die, die nicht dabei sein konnten, gibt es Kurzinfos, z. B. auch zum aviären Bornavirus, einer gefährlichen ansteckenden Viruskrankheit. Natürlich gibt der Artikel nur einen groben Überblick, er macht aber Lust, selber mal eine solche Veranstaltung zu besuchen!

Sinnvoll finde ich auch die Vorstellung von Wildpflanzen, um den Speisezettel der Vögel zu bereichern, wie in dem Bericht von Anja Reichmann über die Vogelmiere auf S. 26. Dadurch lässt sich vielleicht der eine oder andere Vogelhalter zum Sammeln animieren. Gut, wenn man sich ein bisschen auskennt und weiß, worauf man beim Sammeln achten muss. Nicht, dass man das ähnlich aussehende Acker-Gauchheil erwischt, welches sich von der Vogelmiere durch die Blütenfarbe unterscheidet.

Und noch einen weiteren Artikel möchte ich unbedingt erwähnen, da ich ihn verschlungen habe: Der Bericht von Susanne Leisetritt auf S. 28 über Grabmilben. Was sind Grabmilben, woran erkennt man einen Befall, welche Behandlung empfieht sich. Untermalt mit eindrucksvollen, nicht immer schönen Farbfotos von betroffenen Tieren. Gerade bei Wellensittichen ist ein Befall häufig, so dass entsprechende Aufklärung wichtig ist.

Auch gefallen hat mir der Artikel von Dr. Marcellus Bürkle über die Erstuntersuchung bei Papageien. Hier herrscht meines Erachtens immer noch große Unsicherheit, was eigentlich notwendig ist und was nicht. Herr Dr. Bürkle trägt hier objektiv zur Aufklärung bei. So wird auch erwähnt, wann man auf eine Untersuchung verzichten kann.

Mit Spannung gelesen habe ich auch den Artikel von Susanne Rückemann auf S. 38 über das Entfliegen von Papageien. Zum Einen sind die Erfahrungsberichte mitreißend geschrieben, zum Anderen erhält man so manchen Tipp, wie sich ein Entfliegen vermeiden lässt, bzw. was im Falle des Falles zu tun ist.

Auch über den Kea habe ich mich gerne ein bisschen weitergebildet. Keas sind ja schon ganz besondere Papageien!

Insgesamt ist festzustellen, dass der Untertitel „Das Magazin mit Format und Herz“ bei dieser Ausgabe mehr als zutreffend ist! Selten habe ich eine Tierzeitschrift mit so großer Begeisterung gelesen. Mein Fazit also: Absolut empfehlenswert! Ich werde mir ganz sicher auch die nächste Ausgabe kaufen, bzw. erwäge schon ein Abonnement, wenn das so gut weitergeht!

Bestellen oder in die Online-Ausgabe hineinschnuppern kann man hier.

3 Gedanken zu „Papageienzeit

  1. Susanne Rückemann

    Vielen Dank für die tolle Rezension! Ich habe mich darüber sehr gefreut, bin ich doch zumindest an rechtschriftlichen Korrekturen beteiligt.
    Ich hoffe, dass auch die neue Ausgabe für jeden Leser interessant wird – und obwohl ich durch das Lektorat schon alle Artikel inhaltlich kenne, freue ich mich darauf, daß Magazin „in Händen zu halten“ – das ist auch für mich ein Genuss – einfach, wie sich das „anfühlt“, die Druckqualität.
    Viel Freude beim Lesen, besonders natürlich bei meinem Artikel 😉 und viele neue Informationen (z.B. über das Aviäre Bornavirus von Prof. Dr. M. Lierz oder über die Fruit-Cups von C. Schlüter) wünsche ich allen Lesern!
    Und ich bitte schon im Vorfeld um Entschuldigung, falls ich rechtschriftliche, grammatikalische Fehler oder solche wegen Interpunktion übersehen habe – dann bitte Asche über mein Haupt!
    Susanne Rückemann

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    1. papageien-blog Artikelautor

      Wenn uns was gefällt, gibts natürlich auch eine begeisterte Rezension, das ist klar! Und wenn der letzte Rechtschreibfehler nicht ganz ausgemerzt sein sollte, ist das auch nicht tragisch, wenn das Gesamtpaket stimmt! 🙂

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