Beim Ausfliegen

Als ich heute zu meinen Vögeln hochkam, sah ich schon, dass da jemand saß, der da sonst nicht saß: Eines der Küken war ausgeflogen und saß auf dem Grit-Eimer:

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Es sah nach einem kleinen Mädchen aus, also das mittlere Küken war es, was sich als erstes herausgewagt hatte. Und nun saß es da wie ein Häufchen Elend.

Ich habe meine Hand hingehalten und es ist gleich draufgestiegen:

küken116Auch da sah es nicht so ganz sonderlich glücklich aus. Aber klar, nach langen Wochen im dunklen Nistkasten, nun plötzlich in so einem großen, hellen Raum! Das ist ja schon eine Riesenaufregung! Und dann plötzlich auch noch das Frauchen in ganzer Größe! Von dem man sonst meistens nur die Stimme hört oder mal eine Hand reinkommen sieht.

Ich hab dann gleich noch einen Blick in den Kasten gemacht. Gucken, ob die anderen alle noch drin hocken, oder ob ich erst mal in allen Ecken des Vogelzimmers suchen muss, ob irgendwo ein verschüchtertes Etwas sitzt.

küken118Man sieht es: Da sind noch zwei!

Ich habe das Ausreißerchen erst mal auf den Futtertisch gesetzt, um zu gucken, wie es reagiert. Es saß dort ziemlich verdattert.

küken119Dort ließ ich es dann erst mal eine Weile sitzen und habe mich zurückgezogen. Kurz darauf war es dann aber wieder auf den Boden geplatscht. Da habe ich es dann erst mal wieder in den Nistkasten gesetzt. Es ist auch freudig gleich wieder reingeschlüpft. Ich glaube, das muss sich jetzt erst mal von dem aufregenden Ausflug erholen!

Aber ehrlich gesagt, für mich war das auch aufregend! Es sind die gefährlichsten Tage im Leben der Papageien! Es geht sehr schnell und sie finden sich auch draußen zurecht. Aber bis dorthin kann schon auch schnell was passieren, besonders in einer Großvoliere wie bei mir. Erstens können sie doch aus relativ großer Höhe abstürzen. Zweitens können sie recht große Strecken fliegen, das heißt, sie können ein ordentliches Tempo draufbekommen, weshalb auch Stürze schlimmer ausgehen können. Wie es sich auf den Fotos hier und da abzeichnet, habe ich verschiedene Bereiche in der Voliere mit Tannenzweigen etc. ein bisschen abgefedert. Dennoch kann man es nie ganz ausschließen, dass doch etwas passiert. Aber es ist wie mit den Menschenkindern, man kann sie nicht aufhalten, eines Tages müssen sie flügge werden und wir müssen es ihnen zugestehen, die Schritte zu machen, raus aus dem behüteten Nistkasten rein ins Abenteuer Voliere! Drücken wir die Daumen, dass in den nächsten Tagen alles gut geht!

 

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