Haben Vögel einen Charakter?

Sicherlich ist vieles vom Verhalten unserer Papageien instinktgesteuert. Dennoch unterscheiden sich unsere gefiederten Freunde auch als Individuen. Es gibt vorsichtigere und draufgängerischere Vögel, verfressene, aggressive, anschmiegsame, bewegungsfreudige, faule, lautfreudige und stille, etc. Wer mehrere Papageien beherrbergt, wird bestätigen können, dass jeder anders ist.

Es ist sehr reizvoll, herauszufinden, was jeder einzelne Vogel für einen Charakter hat, wie man den Umgang am besten gestalten kann, womit man wem eine Freude machen kann, was man bei wem vermeiden sollte, etc.

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Foto: Manche Papageien sind zurückhaltender als andere

Was ich nun aber sehr interessant fand, ist, dass man sogar im Nistkasten schon Unterschiede feststellen kann. Sicherlich liegt das zum Einen am Alter und auch an der Geschwisterkonstellation. Kann schon sein, dass das älteste Küken immer auch das mutigste und vorwitzigste sein wird. Bei mir ist es jedenfalls so!

Küken40Schon als ganz kleines hat meine Nummer eins versucht, alles mitzukriegen. Gucken, wer da jetzt reinguckt, was da vorgeht. Während die anderen beiden meist wenig Interesse zeigen. Dies ist auch jetzt immer noch so:

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Während das zweite Küken gemütlich hinten liegt, streckt Mr. Vorwitz (ich vermute einen Hahn) schon wieder den Kopf. Und nicht, dass jemand denkt, das zweite duckt sich halt wegen der Hand, oh nein, das erste lässt sich auch beim Gestreicheltwerden nicht davon abhalten, neugierig nach oben gucken zu wollen!

küken86Im Gegenteil, es guckt jetzt fast noch frecher! 🙂

Nun bin ich natürlich sehr gespannt, ob es den Charakter so behalten wird. Ob es so draufgängerisch und vorwitzig auch nachher noch sein wird, wenn es anfängt, den Kasten zu verlassen. Wenn es also seine Flügel benutzen kann und somit auch vor mir flüchten.

Das Schöne ist, er hat dann ja ein Vorbild, den ebenfalls recht vorwitzigen „Onkel“ Seppl (natürlich nur ein Nenn-Onkel, denn die beiden sind ja nicht miteinander verwandt). Papageien lernen auch durch zugucken und nachahmen, so bin ich ganz hoffnungsvoll, dass der Kleine auch langfristig gesehen verstehen wird, dass vom Menschen keine Gefahr droht, sondern dass es dort die interessantesten Sachen zu erleben gibt!

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