Wärmen der Küken

Auf den bisherigen Fotos sahen wir die Henne immer so mehr oder weniger neben den Küken sitzen. Muss sie denn ihre Kinder nicht wärmen?

Tatsächlich ist es so, dass drei Küken sich recht gut gegenseitig auch wärmen, zumindest bei Papageien, die ja Höhlenbrüter sind. Es entsteht in der Nisthöhle ein besonderes Kleinklima, also es ist da drinnen nicht unbedingt kühl und es hat auch normalerweise die genau richtige Luftfeuchtigkeit. Ist die Luft in der Bruthöhle zu trocken, badet die Henne und bringt so Feuchtigkeit mit ein. Sally hat dies am Anfang, als sie Eier hatte, zwei- dreimal so gehandhabt. Schwieriger ist es, wenn es in der Bruthöhle zu feucht ist. Aus diesem Grund feuchte ich die eingebrachte Sägespäne nicht an, wie manche Züchter dies tun. Ich vertraue darauf, dass die Henne selber dies ja machen kann, was dann wie gesagt auch tatsächlich der Fall war. Die Hennen wissen selber instinktiv ganz genau, was für ein Klima die Eier bzw. Küken benötigen.

Auf dem heutigen Foto sehen wir, dass die Küken doch auch gewärmt werden:

Küken4Das Wärmen der Küken durch die Henne nennt man übrigens auch hudern. Im Gegensatz zum Wärmen der Eier, was ja bekanntlich als Brüten bezeichnet wird.

Das Hudern durch die Mutter kann man als Mensch bei einer eventuellen Handaufzucht kaum ersetzen. Man kann zwar die erforderliche Aufzuchttemperatur und das richtige Kleinklima in einer Wärmebox schaffen, aber die Nähe eines Vogelkörpers, das Spüren der Federn, der Geruch, das Geräusch, ist eben doch noch mal was anderes.

Daher bin ich froh für meine Kleinen, dass sie so eine liebevolle und erfahrene Vogelmutter haben! Drücken wir die Dauen, dass es so bleibt!