Eier!

Nachdem meine beiden Mohrenkopfpapageien Sally und Chicco ja nun, wie berichtet, sehr viel Zeit in ihrem Nistkasten verbringen, habe ich heute mal einen Kontrollblick gewagt, als beide kurz draußen waren. Folgendes Bild hat sich mir geboten:

EierZwei echte Mohrenkopfpapagei-Eier! Meine allerersten! Ich freue mich sehr!

Sie liegen eher am Rand, aber das tut keinen Abbruch. Es ist nicht Sallys erstes Gelege. Laut Angaben des Vorbesitzers haben die beiden schon mehrere Bruten groß gezogen. Von daher wird sie schon wissen, wie das Brüten funktioniert!

beim brütenFoto: Wellensittich-Henne beim Brüten

Das linke Papageien-Ei, welches etwas länglicher aussieht, war höchstwahrscheinlich das erste. Ich kenne das von den Wellensittichen, dass erste Eier oftmals etwas unförmig werden und oft auch nicht befruchtet sind. Das rechte Ei hingegen sieht perfekt aus für ein Papageienei!

Nun bin ich gespannt, ob weitere Eier hinzukommen. Ein Gelege bei Mohrenkopfpapageien umfasst normalerweise drei bis fünf Eier. Ich werde nun möglichst jeden Tag eine Nistkastenkontrolle durchführen. In etwa um die gleiche Zeit, damit sie sich daran gewöhnen. Direkt im Anschluss bekommen sie dann ein paar Stückchen Walnuss (geschält, Lebensmittelqualität). Das ist ihr Lieblingsleckerchen. So können sie der Nistkastenkontrolle vielleicht ein bisschen was Positives abgewinnen. Denn meistens sind Papageien da ja nicht besonders erfreut darüber. Wobei die beiden echt wirklich brav sind und keinerlei Aggressionen zeigen, oder ähnliches. Zumindest bislang nicht!

Eine regelmäßige Nistkastenkontrolle ist wichtig, nicht nur aus statistischen Gründen (wie viele Eier, wann gelegt, Schlupfdatum, etc.), sondern auch um gleich feststellen zu können, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Zerbrochene Eier, tote Küken, gerupfte Küken, nicht gefütterte Küken – es gibt so allerlei, was passieren kann. Ich bin zwar kein großer Freund davon, in den natürlichen Brutvorgang einzugreifen, aber manche Eingriffe verstehen sich einfach von selbst, z.B. dass tote Küken aus dem Kasten entfernt werden müssen. Was wir ja nicht hoffen wollen!

Dann ist es ja so, dass Mohrenkopfpapageien einen sogenannten Artenschutz-Ring benötigen. Dies ist ein geschlossener Ring, der nur angezogen werden kann, solange die Küken eine bestimmte Größe haben. Schon deshalb ist es wichtig, die Tiere frühzeitig daran zu gewöhnen, dass man sich am Nistkasten auch mal zu schaffen macht.

Nun wollen wir aber mal nicht vorgreifen, momentan sind es nur zwei Eier, von denen ich noch nicht einmal weiß, ob sie überhaupt befruchtet sind. In ein bis zwei Wochen werde ich sie mit einer Schierlampe durchleuchten, dann wird sich dies feststellen lassen. Wenn sie tatsächlich befruchtet sind, werde ich auch die Ringbestellung in die Wege leiten. Da die Ringe mit einer Jahreszahl versehen sind, macht es nicht viel Sinn, diese auf Vorrat zu bestellen, da man sie nur im Ausgabejahr verwenden kann. Falls ich also dieses Jahr keine Küken bekomme, kann ich die Ringe wegwerfen. Daher habe ich bislang noch keine geordert, da ja mehr als ungewiss war, ob an Nachwuchs zu denken ist. Nun keimt aber doch so langsam Hoffnung auf!

drei kükisHier hab ich mal noch ein Foto mit drei Wellensittich-Küken angehängt. Wer weiß, vielleicht gibt es bald auch Papageienküken bei uns!

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