Einige Tage wegfahren…

Einige Tage wegfahren, z. B. übers Wochenende, kann man das als Papageienhalter überhaupt?

Alles eine Frage der Organisation, würde ich sagen. Wenn man nur eine Nacht fehlt, geht es ganz gut, einfach etwas mehr Futter in der Voliere oder im Vogelzimmer zu hinterlassen. Natürlich nichts, was verdirbt, und am besten nicht alles im Napf, sondern schön verteilt bzw. versteckt, so dass die Vögel nicht gleich alles auf einen Schlag auffressen (können).

So bietet es sich z. B. an, eine Karotte ans Gitter zu binden. Auch Löwenzahnblätter werden nicht wirklich schlecht, sondern vertrocknen nur, was für die Tiere nicht kritisch ist. Pellets bieten sich an, wenn die Vögel bereits daran gewöhnt sind. Auch frische Zweige können den Speisezettel ergänzen und für Beschäftigung sorgen. Ansonsten je nach Jahreszeit Radieschen, Ebereschenbeeren, o. ä. zur größeren Portion Körnerfutter reichen. Und das Wasser vorm Wegfahren nochmal wechseln! So werden die Tiere bestimmt über die Runden kommen!

Will man allerdings zwei oder mehr Nächte weg bleiben, muss man jemanden organisieren, der die Tiere versorgt. Es sollte dann zumindest das Wasser gewechselt und für Futternachschub gesorgt werden.

Bei Leuten, die sich mit Vögeln nicht so auskennen, nicht so das Interesse haben oder bei jugendlichen Kindern bietet es sich an, das Futter vorzurichten, so dass es nur noch in die Voliere gestellt werden muss. Hier mal ein Foto, wie wir das letztes Jahr bei unserem Kurzurlaub über den dritten Oktober gemanagt haben:

WochenendrationFür Freitag hatte ich Mais und ein Näpfchen Körnerfutter vorbereitet, Samstags gab es zu den Körnern frische Ebereschen und am Sonntag Kolbenhirse. Da kamen wir dann auch bereits wieder zurück und die Vögel haben am Nachmittag noch eine Obstportion bekommen. Es hat prima geklappt, unsere beiden Teenager haben die Papageien wunderbar versorgt. Frische Zweige hatte ich zusätzlich im Vogelzimmer angebracht, so dass die beiden auch ordentlich was zu knabbern hatten.

Für längere Urlaube bietet sich dieses Vorgehen natürlich nicht an, da braucht man schon jemanden, der die Vögel selbstverantwortlich  zuverlässig versorgen kann. Es muss dann ja auch schon mal ein bisschen was geputzt, bzw. zumindest Obstreste etc. entfernt werden. Hier ist gegenseitige Nachbarschaftshilfe Gold wert!

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