Update von meinen Neuzugängen

Wie haben sich Chicco und Sally bei mir eingewöhnt? Nun ja, an Verbesserungen zum Guten gewöhnt man sich ja schnell, gell!

Die beiden waren beim Vorbesitzer, also zumindest die letzten fünf Jahre, in einem kleinen Käfig mit ca. 1 x 1 m untergebracht (immerhin mehr als die Mindestanforderungen verlangen!), ohne Freiflugmöglichkeit. Im Käfig gab es wenig strukturierende Elemente oder Spielsachen, so dass sie natürlich viel Muse hatten, sich der Fortpflanzung zu widmen, wenn dann der Nistkasten aufgehängt wurde! Eine Haltung, die so sicherlich  bei vielen Vogelzüchtern nicht unüblich ist, aber dennoch nicht so das, was ich mir für meine Vögel vorstelle. Auch auf die Gefahr hin, dass sie nachher nicht brüten.

Bei mir haben die beiden eine Vogelzimmer-Hälfte mit über 3,5 m Länge und Freiflugmöglichkeit auf bis zu 9 m (was ich ihnen allerdings bislang noch nicht angeboten habe). Hinten im Vogelzimmer habe ich einen geschützten Bereich mit den Nistkästen durch Sichtschutzelemente abgeteilt. Dort gibt es auch Äste zum Beknabbern sowie eine Korkröhre. Die beiden können diesen Bereich aber auch verlassen und im ganzen Raum herumfliegen, wenn sie denn wollen. Davon machen sie recht selten Gebrauch, aber wenn, dann zeigt sich, dass sie das Fliegen nicht verlernt haben, sondern trotz wahrscheinlich langjähriger Abstinenz gut beherrschen. Ab und zu erfolgt auch eine Kontaktaufnahme am Gitter mit den beiden anderen Mohren. Sonst beschäftigen sie sich recht ausgiebig mit den dafür vorgesehenen Volierenelementen, z.B. der Korkröhre.

chicco sally korkröhreDa wurde schon einiges abgeschreddert!

Also Fazit: Die Flugmöglichkeiten werden momentan noch nicht so stark genutzt, die Schreddermöglichkeiten schon. Mit den beiden anderen wird ab und zu „geplaudert“ und auch schon mal Sichtkontakt aufgenommen.

Ob sie diesen Winter noch in Brutstimmung kommen, ist fraglich, mal gucken. Ich glaube fast, dass sie hier so viele interessante neue Dinge haben, die sie jetzt einfach erst mal genießen und ausprobieren. Von daher war die reizarme Umgebung natürlich fördernder für Fortpflanzungsaktivitäten. Das ist mir aber egal, ich freue mich, dass die beiden so aufblühen. Am Anfang waren sie doch sehr ruhig, fast aphatisch, und sind fast nur rumgesessen, fast ohne sich zu bewegen. Inzwischen nehmen sie regen Anteil an der Umgebung und mischen kräftig mit. Sie bewegen sich zunehmend mehr und auch mehr so wie meine beiden anderen, nicht in dem seltsamen Zeitlupentempo wie am Anfang.

Was mich immer noch interessieren würde, ist, wo Chicco gelernt hat, „Chicco“ zu sagen. Beim Vorbesitzer hieß er nicht so, da waren beide namenlos. Wobei ich mir gar nicht mehr sicher bin, heißt es tatsächlich Chicco oder nicht eher „Pico“, was er sagt. Es könnte vielleicht sogar sein, dass er eine andere Vogelart imitiert. Der Vorbesitzer hatte auch eine ganze Reihe „Spitzschnäbel“. Oder er hat es tatsächlich aus seiner ganz frühen Vergangenheit behalten und es ist nun durch den Umgebungswechsel wieder aktiviert worden. Wie auch immer.

Die beiden machen mir jedenfalls viel Freude, sind lieb und kaum schreckhaft und haben sich, soweit man das schon sagen kann, wirklich gut bei uns eingelebt. Bin gespannt, wie es weitergeht und werde natürlich berichten!

 

 

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