Trockene Heizungsluft

Die Heizsaison hat begonnen. Dies bedeutet, dass das Fenster im Papageienzimmer nicht mehr dauernd auf „Kipp“ stehen kann, da es ansonsten zu kalt im Haus wird. Es kommt somit nicht mehr dauernd frische Luft von draußen herein. Zusätzlich trocknet das Heizen die Luft aus, die Luftfeuchtigkeit im Haus sinkt. Auch im Papageienzimmer.

Papageien leben jedoch ursprünglich in tropischen Gefilden, wo die Luftfeuchtigkeit wesentlich höher ist als hier bei uns. Es ist für die Atemwege der Papageien somit von Vorteil, wenn wir eine Luftfeuchtigkeit von über 60 % schaffen können. Viele sagen, ideal sind 70 %. Eine solch hohe Luftfeuchtigkeit wird von vielen Tierärzten als gute Vorbeugemaßnahme gegen Aspergillose genannt, eine Erkrankung der Atemwege, die durch Schimmelsporen verursacht wird,

Ein bisschen Vorsicht ist aber geboten, je höher die Luftfeuchtigkeit im Haus, desto größer die Gefahr der Schimmelbildung an den Wänden. Und Schimmel ist dann ja wieder schädlich für die Atemwege der Papageien. Ich mache es daher so:

  • Mindestens einmal am Tag wird kräftig gelüftet, ohne dass die Papageien dabei im Zug sitzen.
  • Die Luftfeuchtigkeit wird bei ca. 65 % gehalten.

Wie erreiche ich diese Luftfeuchtigkeit?

Ich habe einen Luftbefeuchter / Luftreiniger der Firma Venta, den Venta LW 44. Auf den folgenden Bildern könnt ihr sehen, wie ich ihn nach der Sommerpause (wo die Papageien durchgehend Frischluft haben) wieder in Betrieb nehme:

Luftreiniger1Auf dem Foto oben sieht man den Luftwäscher in seinen „Einzelteilen“. Vorne die Wanne, gefüllt mit Wasser (10 l) und einer Beigabe von F 10 (20 ml). Hierzu später mehr. Links dahinter die beiden Walzen, daneben das Oberteil mit dem Motor und Ventilator.

Luftreiniger2Auf diesem Foto sieht man, wie ich die Walzen in den Wasserbehälter einsetze.

Luftreiniger3Danach kommt der Deckel drauf, das Gerät wird eingeschaltet, und los gehts. Meiner Erfahrung nach bringt es für die Luftfeuchtigkeit keinen entscheidenden Vorteil, wenn man den Luftwäscher auf einer höheren Stufe laufen lässt, von daher läuft er bei mir immer auf der niedrigsten Stufe. So ist er auch schön leise.

Solche Luftbefeuchter, die auf dem Verdunstungsprinzip beruhen und dabei das Wasser nicht durch Hitze verdampfen, sind in letzter Zeit ein wenig als „Keimschleudern“ in Verruf gekommen. Die Firma Venta liefert ein „Hygienemittel“ mit aus, welches dem Wasser zugesetzt werden soll, um Keime und Bakterien zu verhindern. Ich habe anfangs ein Präparat aus Silberionen zugesetzt, welches ich vom Campen her kenne (Micro-irgendwas). Dann habe ich aber auf der Flasche mal gelesen, dass dies zwar gegen Bakterien hilft, nicht aber gegen Viren und Pilze. Hm, blöd, gerade eine Verpilzung wäre ja das Schlimme. Es wäre ja kontraproduktiv, zur Verhinderung von Aspergillose die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und auf der anderen Seite Pilzsporen in die Luft zu schleudern. Seither setze ich ein Mittel zu, welches auch gegen Pilze und Viren wirksam ist. Es ist das bekannte „F 10“, welches auch zum Inhalieren für Papageien verwendet werden kann, wenn sie bereits Probleme mit Aspergillose haben.

F10Selbstverständlich kann man das Verdunsten im Luftbefeuchter nicht mit einem Inhalieren vergleichen, es ersetzt dies auch nicht bei Vögeln, die dies benötigen. Es ist aber offensichtlich als Zusatz im Luftwäscher zumindest unschädlich für die Papageien, da es beim Inhalieren ja in viel höheren Konzentrationen eingeatmet wird. Ein Nachteil von F10 ist allerdings, dass es den Luftwäscher sehr schmierig macht. Dieser Schmierfilm ist auch ganz schlecht wieder weg zu bekommen, vor allem im Motorbereich, wo man ja nicht vernünftig putzen kann. Ich vermute daher, dass der Zusatz von F10 im Wasser die Lebensdauer des Gerätes verkürzen wird. Von daher bin ich am Überlegen, ob ich mir nicht doch einen Heißvernebler, zumindest als Ergänzung, anschaffen soll. Viel Federstaub gibts bei meinen zwei Mohren ja nicht aus der Luft zu waschen. Momentan biete ich bei ebay auf ein Gerät, falls es klappen sollte, werde ich berichten!

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