Die Hausapotheke für Papageien

Oberstes Gebot, wenn man feststellt, dass den Papageien etwas fehlt: Sofort zum vogelkundigen Tierarzt!

Papageien sind Schwarmtiere, sie lassen sich Krankheiten oder Verletzungen nur anmerken, wenn es gar nicht mehr anders geht, da sie in der Natur als kranke Tiere aus dem Schwarm ausgeschlossen und auf der Strecke bleiben würden. Daher kann es manchmal schon fast zu spät sein, wenn man gewahr wird, dass etwas nicht stimmt. Wichtig ist daher auch, die Vögel sehr gut zu beobachten!

Dennoch empfiehlt es sich, ein paar Dinge als „Hausapotheke“ vorrätig zu haben, um in Notfällen gleich reagieren zu können. Als erstes zu nennen ist da ein blutstillendes Mittel, z. B. Claudenwatte (Eisenchloridwatte) oder eine Eisen-III-Chlorid-Tinktur aus der Apotheke.

ClaudenwattePäckchenClaudenwatte, Päckchen

Claudenwatte

Claudenwatte

Wenn ein Vogel eine Verletzung hat, was z.B. passieren kann, wenn er wo hängen bleibt kann man so eine Blutung schnell stillen.

Nicht schlecht finde ich auch „bird bene bac“ oder Lactobazillen in anderer Form, die als erste Hilfe Maßnahme bei Verdauungsproblemen wertvolle Hilfe leisten können, indem sie die Darmflora positiv beeinflussen. Bei stärkeren oder länger anhaltenden Durchfällen (länger als ein Tag), empfiehlt es sich jedoch nicht, lange selber herumzudoktern.

Nicht schlecht finde ich Multivitaminpräparate wie Korvimin oder Prime, damit kann man in Zeiten, in denen das Immunsystem einen „Push“ braucht, z. B. während der Mauser oder nach einer Brut, hilfreich eingreifen. Dauerhaft sollte die Vitaminversorgung jedoch über eine ausgeglichene Ernährung erfolgen.

Für brutige eierproduzierende Hennen ist eine ausreichende Kalziumversorgung wichtig. Hier bietet sich ein Präparat wie Calci-Vet an.

Calci LuxFoto: Calci-Lux

Bei einem Parasitenbefall sollte festgestellt werden, um welche der lästigen Krabbeltierchen es sich handelt, um diese gezielt bekämpfen zu können. Im Verdachtsfall richtet man keinen Schaden an, wenn man ein Silikonpuder in den Volierenecken und -winkeln ausbringt. Dieses zerstört viele der Parasiten, ohne toxisch zu sein und ist deshalb als Erste-Hilfe-Maßnahme akzeptabel.

Ein ganz wichtiges Utensil ist aber natürlich der Transportkäfig, der dazu dient, das Tier zum Tierarzt zu transportieren!

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