Gruppenhaltung

Einzelhaltung von Papageien ist also tabu, klar. Aber wie sieht es mit der Gemeinschaftshaltung von mehr als einem Paar (Schwarmhaltung) aus?

Auch diese ist bei manchen Papageienarten nicht empfehlenswert, zumindest bei geschlechtsreifen Tieren. So z.B. auch beim Mohrenkopfpapagei und auch bei den meisten anderen Langflügelpapageien( z.B. Goldbugpapageien). Da kann es spätestens wenn die Tiere brutig werden (was sich nicht unbedingt ankündigt) Mord und Todschlag geben. Häufig gehen die Hähne, die bei diesen Papageienarten die dominanten sind, aufeinander los. Aber auch Hennenkämpfe wurden schon beobachtet. Ganz schlecht ist natürlich ein ungleiches Geschlechterverhältnis, da dies Rivalitäten geradezu provoziert.

Bei festen Paaren, wirklich viel Platz (ab 6 m aufwärts) und einer gut strukturierten Voliere/Vogelzimmer kann es im Einzelfall auch gutgehen. Man sollte sich aber nie sicher sein, dass dies auch zeitlebens so bleibt. Es kann durchaus mal einen Hahn der Hafer stechen und er findet die Partnerin des anderen plötzlich attraktiver als die eigene, und schon ist der Kampf da. Langflügelpapageien sind nämlich nicht unbedingt ihr Leben lang monogam, wie man früher angenommen hat. Da ist dann wichtig, dass sie sich wirklich aus dem Weg gehen und auch verstecken können. In einer normalen 2-m-Voliere ist dies nicht möglich.

Mohrenkopfpapageien hält man am besten als Paar

Jungtiere können normalerweise bei den Eltern belassen werden, bis sie geschlechtsreif werden.

Wer gerne einen Schwarm Papageien oder Sittiche halten möchte, sollte sich daher vorher gut informieren, bei welchen Arten dies möglich ist.

Wobei es bei vielen Arten, die man das ganze Jahr gemeinsam im Schwarm halten kann, auch so ist, dass sie beim Brüten getrennt werden müssen. Koloniebrut ist bei den wenigsten Papageienvögeln möglich, z.B. beim Nymphensittich, beim Bourkesittich und beim Katharinasittch. Selbst bei den kleinen Wellensittichen kann es bei einer Koloniebrut zu bösen Aggressionen, diesmal der Hennen untereinander, kommen.

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