Weitere Bestandteile fürs Körnerfutter

Die gestern und vorgestern aufgezählten Bestandteile behandeln das Thema immer noch nicht abschließend. Es gibt noch weitere Körner, mit denen man das Papageienfutter anreichern kann. Einige davon kennen wir aus der Küche, nämlich Fenchelsamen, Schwarzkümmel, Sesam und Mohn. Mohn sind natürlich schon extrem kleine Körnchen, die Papageien können sie jedoch mit ihrer Zunge gut aufnehmen.

Hier zeigt Seppl seine Papageienzunge!

Auch Quinoa wird den Freunden der Vollwertküche bekannt sein. Das ist eine recht eiweiß- und mineralstoffreiche Getreidesorte aus Südamerika und ist bei uns in jedem gut sortierten Supermarkt zu haben.

Andere Körner erhalten wir im Tierbedarf, so zum Beispiel Hanfsaat, Perillasaat, Negersaat, Distelsamen (z.B. Kardendistel), Rübsen und Wicken.

Gestern schon genannt wurden die Samen von Gartenpflanzen, dazu gehören außerdem noch z.B. Samen von Lauch, Petersilie, Gurken, Tomaten, Paprika, Rettich und Radieschen.

Aber aufpassen, bitte keine Samen aus dem Gartenmarkt, die zum Aussäen bestimmt sind, an die Papageien verfüttern! Das Saatgut ist meist gebeizt, d.h. mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, was der Gesundheit der Papageien nicht unbedingt zuträglich ist. Viele Samen kann man im Reformhaus zum menschlichen Verzehr kaufen (Anzucht von Keimen und Sprossen) oder eben im Zoofachhandel, auch online.

An Wildsämereien, die man auch selber sammeln kann, fallen mir zusätzlich noch die Löwenzahnsamen, Brennesselsamen und Vogelmiere-Samen ein. Kleesamen (Alfalfa) erhält man auch als Produkt zum Keimen lassen im Reformhaus.

Ja, wer hätte das gedacht, dass selbst das Körnerfutter der Papageien so abwechslungsreich gestaltet werden kann! So kann man das Grundfutter immer mal wieder mit verschiedenen Mischungen aufpeppen oder man kann auch hin und wieder einzelne Bestandteile extra zusätzlich anbieten. Eine weitere Alternative ist, die eine oder andere Sorte mal ins Eifutter mit einzumischen. Oder einen Futterbrei aus geriebenem Apfel und Karotte herstellen und diesen mit Samen (z.B. Fenchel, Sesam und Hanf) anreichern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Ein bisschen herumprobieren macht sowohl den Menschen als auch den Papageien Spaß!

Nur bitte aufpassen, und nicht vor lauter Begeisterung viel zu viel Körnerfutter bestellen! Dies sollte nicht allzu alt werden und zwei Papageien fressen nicht so wahnsinnig viel. Grundsätzlich lassen sich zwar so gut wie alle Körner getrocknet mindestens ein Jahr aufheben (sie werden ja auch nur einmal im Jahr geerntet und sind ganzjährig erhältlich), sollten dann aber auch wirklich trocken, dunkel und staubfrei gelagert werden können. Das kannn man als Endverbraucher meist nicht so unbedingt gewährleisten. Wichtig ist auch, das Körnerfutter so zu lagern, dass kein Ungeziefer, z.B. Mehlmotten, eindringen kann. Das Ärgerliche ist, dass man solche Tiere manchmal schon mit einkauft, durchaus auch bei Lebensmitteln. Dies werde ich in einem extra Thema bei anderer Gelegenheit noch weiter ausführen.

Nun wünsche ich aber zunächst viel Spaß mit der neuen Futtervielfalt!

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