Welche Körner sonst noch?

Nun habe ich ja gestern geschrieben, je vielfältiger eine Körnermischung, desto besser. Da hat sich vielleicht dem Einen oder Anderen die Frage gestellt, mit welchen Körnern man das Papageienfutter noch anreichern kann, außer den gestern bereits genannten Sorten.

Nun, ich bin zum Beispiel ein Fan von Mariendistelsamen. Diese sollen Stoffe enthalten, die gut für die Leber sind. Daher mische ich immer mal wieder Mariendistelsamen ins Papageienfutter. Meine Mohrenkopfpapageien mögen die auch sehr gerne.

Mariendistelsamen

Gerne genommen wird auch Dari (Milo), welches man auch als Kolben kaufen kann und dann noch einen größeren Beschäftigungseffekt bietet. Dari ist nicht übermäßig fett, gehört eher zu den kohlenhydratreichen Getreiden. Ebenso z.B. auch Gerste.

Gerste

Fetthaltiger, wahrscheinlich daher auch recht beliebt, sind Kürbiskerne.

Ebenfalls geeignet sind Mungbohnen, die gerne auch gekeimt gefressen werden.

Mungbohnen

Manche Papageien mögen auch getrocknete Maiskörner (z.B. Popcornmais), wobei diese ziemlich hart sind und deshalb gerade von den kleineren Arten manchmal verschmäht werden. Das gleiche gilt auch für Zirbelnüsse, die ich persönlich wegen der Gefahr der Verkeimung nicht gebe. Dies gilt auch für alle anderen Nüsse, die im Zoofachhandel mit Schale angeboten werden. Wenn Nüsse, dann bitte in Lebensmittelqualität (z.B. Haselnüsse und Mandeln aus dem Supermarkt). Dass Nüsse fetthaltig sind, hat sich glaube ich inzwischen schon herumgesprochen und muss nicht extra erwähnt werden :-).

Gut geeignet als Zusatzfutter sind auch alle möglichen Samen von Gartenpflanzen, z.B. Spinatsamen, Salatsamen, Broccolisamen, aber auch Wildsämereien, Grassamen und Hagebuttenkerne. Hier ist der Nachteil die teilweise geringe Größe, so dass die Saaten im normalen Futter untergehen. Ich stelle daher von Zeit zu Zeit ein extra Schälchen z.B. mit Knaulgras bereit. Dies kann man bedenkenlos auch in größeren Mengen anbieten, da nicht sehr kalorienreich.

Ebenfalls sehr klein, aber kalorienreicher, ist Amaranth.

Auch von Zeit zu Zeit untermischen kann man Buchweizen. Dies ist eigentlich kein Getreide, wie der Name vielleicht vermuten lässt, sondern eine Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. Buchweizen wird auch für die menschliche Ernährung verwendet und ist daher auch in gut sortierten Supermärkten oder in Naturkostläden und Reformhäusern in Lebensmittelqualität vorrätig. Auch Buchweizen hat einen geringen Fettgehalt.

Es gibt also eine große Vielfalt, um auch das Körnerfutter der Papageien abwechslungsreich zu gestalten. Wer, zum Grundfutter dazu, immer gut durchwechselt und zusätzlich frische Sachen anbietet, versorgt seine Papageien umfassend mit den nötigen Nährstoffen.

Die Sämereien, die nicht in Lebensmittelqualität erhältlich sind, sollten im guten Zoofachhandel gekauft werden. Gute Erfahrungen, was Auswahl und Qualität angeht, habe ich hier gemacht.

 

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