Die Ernährung von Mohrenkopfpapageien

Gibt man bei Google „Ernährung Mohrenkopfpapagei“ ein, erhält man (Stand Juli 2013, als ich den Artikel vorbereitet habe) etwas über 10.000 Ergebnisse. Gibt man „Ernährung Graupapagei“ ein, sind es etwas über 100.000, also mehr als zehnmal so viel. Was sicherlich daran liegt, dass in Deutschland mehr Graupapageien gehalten werden als Mohrenköpfe. Das Gute daran ist, dass die Ernährung der Mohrenkopfpapageien so verschieden von der der Graupapageien gar nicht ist. Das liegt mit daran, dass sie als afrikanische Papageienarten in freier Wildbahn ähnliche Lebensräume mit einem ähnlichen Nahrungsangebot bewohnen. Es ist von daher kein Fehler, den Mohrenkopfpapageien eine Körnermischung für Graupapageien anzubieten. Diese Mischungen enthalten meist etwas mehr fettreiche Saaten (z.B. Sonnenblumenkerne) als ein spezielles Futter für südamerikanische Papageien wie Amazonen, da Amazonen eher zum Dickwerden neigen und nicht ganz so gehaltvoll ernährt werden sollen. Da jedoch eine zu fetthaltige Nahrung auch bei Mohrenkopfpapageien zu Übergewicht oder Leberschäden führen kann, mache ich es so, dass ich aus dem täglichen Körnerfutter die gestreiften Sonnenblumenkerne herauslese (ok, ist ein bisschen Mühe, aber was tut man nicht sonst so alles…), und diese als Leckerchen verwende. So bekommen sie schon kein zusätzliches Fett durch die täglichen Belohnungen!

Wie sich das Körnerfutter im Einzelnen so zusammensetzen kann, darüber möchte ich ein andermal berichten.

Nun ist die Körnerfuttermischung aber nicht alles. Ich habe es mir zur Regel gemacht, jeden Tag zumindest zwei frische Bestandteile zusätzlich anzubieten. Das kann Apfel, Paprika, Fenchel, Karotte, Löwenzahn, Hagebutte, Mais, Banane, Orange, oder irgendwelche anderen Obst- oder Gemüsesorten sein. Außerdem gebe ich zumindest jeden zweiten Tag noch einen extra Knabber-Bestandteil in Form von frischen Zweigen, Johannisbrot-Schoten, Zuckerrohr, Tannen- oder Fichtenzapfen o.ä. Diese Nahrungsbestandteile werden von meinen Papageien sogar noch mehr geliebt als das tägliche Obst und Gemüse!

Foto: Auch Zapfen werden gerne benagt!

Ab und an brauchen die Papageien auch ein bisschen tierisches Eiweis, dies reiche ich in Form von handelsüblichem Eifutter, welches ich meist mit geriebenem Apfel oder geriebener Karotte mische. Auch dies wird inzwischen ganz gerne genommen. Andere Papageienhalter reichen auch Naturjoghurt oder Hüttenkäse. Das habe ich bisher noch nie angeboten, da ich skeptisch bin, inwieweit das Verdauungssystem der Vögel auf Milchprodukte ausgelegt ist und damit klarkommt.

Um die Ernährung möglichst abwechslungsreich zu gestalten, gibt es von Zeit zu Zeit auch mal Quellfutter (hier verwende ich meistens über Nacht eingeweichtes Wellensittichfutter), Keimfutter (die Herstellung habe ich ja bereits beschrieben) und Kochfutter (Mike’s Mash oder Papageienmenü, auch schon beschrieben).

Foto: Keimfutter (Sprossen)

Abwechslung ist das A und O für eine ausgewogene und gesunde Papageienernährung!

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