Johannisbrot-Schoten

Heute möchte ich euch mit einer Lieblingsleckerei meiner Papageien bekannt machen: Johannisbrot-Schoten.

Aufgrund einer Verwechslung habe ich ein paar der Schoten aus unserem Griechenland-Urlaub mitgebracht. Ich war der Meinung, es handle sich um einen Affenbrotbaum, wie sie auch in Afrika heimisch sind. Und da ich ja gerne meine Papageien so natürlich wie möglich ernähren möchte (Mohrenkopfpapageien sind ja bekanntlich afrikanische Papageien), nahm ich wie gesagt einige der Schoten mit.

So sehen Johannisbrot-Schoten aus

Tatsächlich sind sie bei meinen Papageien supergut angekommen. Obwohl mir mein Irrtum inzwischen bewusst geworden war, habe ich im Internet nach den Schoten gesucht. Ich habe festgestellt, dass sie tatsächlich bei der Ernährung von Papageien eingesetzt werden und in manchen Futtermischungen Bruchstücke davon vertreten sind. Außerdem habe ich einen Online-Händler in Portugal entdeckt, der auch nach Deutschland versendet. Dort habe ich mir eine Kiste dieser Schoten bestellt, da meine Papageien ansonsten keine getrockneten Früchte fressen und ich so ein tolles Ergänzungsfutter für die Wintermonate vorrätig haben konnte.

Wie ihr seht, können sie davon noch eine ganze Weile zehren!

Ich weiß nicht, ob ihr Johannisbrotschoten kennt, aus den Kernen wird ein Mehl gemahlen, welches auch in der menschlichen Nahrung Verwendung findet. „Johannisbrotkernmehl“ liest man oft als Zusatz auf verschiedenen Fertigprodukten (Fleischsalat o.ä.) als Verdickungsmittel. Zudem werden die pulverisierten Schoten unter der Bezeichnung „Carobpulver“ zumeist in Naturkostläden als Kakaoersatz angeboten. Es gibt auch Schokolade, die daraus gefertigt ist. Der Geschmack ist, wie ich finde, etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Schoten so am Stück, wie ich sie den Papageien anbiete, sind für den Menschen eher ungenießbar, da zwar etwas süßlich (wie überreife Banane), aber von der Konsistenz her sehr strohig. In Griechenland werden die Schoten an Ziegen verfüttert, wobei mir erzählt wurde, dass während Krieg und Verfolgung sie so manchen vor dem Hungertod gerettet haben sollen.

Die Schoten enthalten wie gesagt Kerne:

Diese sind aber sehr hart und ungemahlen für den menschlichen Verzehr überhaupt nicht geeignet. Meinen Papageien fallen diese Kerne beim Zerschreddern der Schoten in großer Anzahl auf dem Boden. Ich dachte zuerst, sie werden mit Absicht aussortiert, weil sie vielleicht nicht gemocht werden, habe inzwischen aber festgestellt, dass es sich dabei wohl eher um ein Versehen handelt, die Kerne stehen nämlich hoch im Kurs. Da meine Papageien so gut wie nie auf den Boden gehen, sammle ich sie nachher auf und biete sie dann in einem Schälchen an. Dies kommt sehr gut an. So kann ich meinen Vögeln mit dem Johannisbrot zweimal eine Freude machen!

Wie biete ich ihnen die Schoten an? Wie man schon auf dem Foto ganz oben sieht, lassen sie sich ganz gut in mein „Futter-Ei“ stecken, das ist ursprünglich ein Hundespielzeug aus Hartgummi mit Kette und Karabiner zum Aufhängen, was man so im Papageienbedarf kaufen kann:

Hier werden die Schoten dann abgenagt und herausgepfriemelt. Also ein Futter mit einem hohen Beschäftigungswert! Gerade an Tagen, an denen ich lange arbeiten muss, fülle ich morgens gerne das „Ei“ mit drei oder vier solcher Schoten und weiß dann, dass es meinen Papageien erstmal nicht langweilig sein wird!

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