Kochfutter für Papageien?

Eigentlich bin ich kein großer Freund von gekochtem Futter für Papageien, ganz einfach deshalb, weil es in der afrikanischen Wildnis auch nichts gekochtes gibt. Ich gehe davon aus, dass die Nahrung um so gesünder und bekömmlicher ist, je natürlicher sie ist. Nun ist aber klar, dass ich meine Vögel nicht so ernähren kann, wie sie sich in Afrika ernähren würden. Deshalb müssen natürlich Kompromisse eingegangen werden. Um meine Papageien optimal zu versorgen, biete ich eine sehr abwechslungsreiche Kost an, in der Zuversicht, dass sie dann genügend von den erforderlichen Nährstoffen erhalten. So gebe ich ab und zu ein Futter, welches zumindest teilweise auch gekochte Bestandteile enthält. Die Rede ist von einem Futter, welches im Netz unter Mike’s Mash, Maische oder Papageienmenü bekannt ist. Es besteht aus Getreide (Weizen, Gerste, Reis), Kartoffeln, Süßkartoffeln und Hülsenfrüchten (Erbsen, schwarze und weiße Bohnen, Sojabohnen und Wachtelbohnen), die gekocht werden müssen, sowie aus rohem Obst (Trauben, Papaya, Mango etc.) und Gemüse (Karotten, grüne Bohnen, Mais etc.). Das Gemüse wird teilweise in gefrorener Form dazugefügt. Am Schluss kann man noch diverse Zusätze mit hineinrühren, z.B. Spirulina-Pulver, Alfalfa-Pulver und Sesam. Dadurch, dass die Zutaten nachher miteinander vermischt sind,  darf man die Hoffnung haben, dass die Papageien auch mal von Bestandteilen naschen, die sie sonst vielleicht verschmähen würden. So sieht das fertige Menü aus:

Meine beiden Mohrenkopfpapageien haben die ersten paar Male, als ich es angeboten habe, nichts davon genommen. Mit der Zeit haben sie sich einzelne Bestandteile herausgepickt, vorrangig Mais und Banane. Die letzten Tage habe ich nun aber beobachten können, dass sie inzwischen als allererstes auf die Hülsenfrüchte losgehen und auch grüne Bohnen verzehren. Ebenso wie Trauben, die sie, einzeln angeboten, verschmähen. Letztlich erfüllt das Menü also doch noch seinen Zweck, nämlich die Nahrung möglichst vielfältig zu gestalten.

Um den Einkauf zu vereinfachen, kann man im Internet die trockenen Bestandteile des Papageienmenüs bereits fertig abgepackt bestellen:

Es handelt sich hierbei um das Getreide und die Hülsenfrüchte sowie die etwas exotischen Zusätze, ich wüsste nicht, wo ich sonst Alfalfa-Pulver herbekommen sollte… Hier sehen wir die verschiedenen trockenen Zutaten nochmal außerhalb der Umverpackung:

Mit enthalten ist eine Anleitung. Bestellt werden kann das Ganze hier.

Die frischen Zutaten einzukaufen, stellt immer noch eine große Herausforderung dar, denn nur in wirklich gut sortierten Supermärkten oder in speziellen Obst- und Gemüseläden gibt es Süßkartoffeln oder Cranberries. Das Rezept ist übrigens hier zu finden.

Da die Herstellung relativ aufwändig ist, bereite ich immer einen Rieseneimer davon zu und friere es portionsweise ein. Beim letzten Mal habe ich etwa faustgroße Portionen eingefroren, die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese Menge für meine beiden Papageien als Tagesration zu groß ist. Beim nächsten Mal werde ich pro Gefrierbeutel nur halb so viel einfrieren.

Und hier habe ich gerade noch ein Foto von der Zubereitung gefunden:

Mangels einer so großen Schüssel habe ich das Menü kurzerhand in der Spüle zusammengemischt!

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