Nagetrieb der Papageien

Ein negativer Aspekt an der Papageienhaltung ist die Zerstörungswut, positiv ausgedrückt die Schredderlust, oder neutral ausgedrückt der Nagetrieb der Tiere. Da ist schon manche Träne vergossen worden, wenn wertvolle Möbelstücke, geliebte Bücher oder die neue Tapete dem Nagebedürfnis der Papageien zum Opfer gefallen ist. Vermieter sind besonders sauer über geschredderte Zimmertüren, Fensterrahmen oder Löcher im Putz an der Wand. Meine Mohrenkopfpapageien sind in einem Vogelzimmer mit viel Holz untergebracht, da kann auch viel Schaden angerichtet werden. Hier sieht man Seppl, wie er die Holzfaserplatten bearbeitet:

Hier ist nicht nur der Schaden das Problem, sondern auch die Tatsache, dass die Platten aller Wahrscheinlichkeit nach Stoffe enthalten, die den Tieren nicht guttun könnten. Was tun?

Der Witz ist ja, dass nicht alles Holz für die Papageien interessant zu sein scheint. Es gibt immer nur mal wieder besondere Stellen. Ich mache es so, dass ich diese Stellen von meinem Mann dann mit Holzlatten abdecken lasse. Diese Holzlatten sind unbehandelt, von daher schadet eine weitere „Behandlung“ durch die Vögel nicht. Meist verlieren sie dann auch nach einer Weile das Interesse an dieser Stelle.

Wer seine Papageien in einer Metall-Voliere untergebracht hat und ihnen nur stundenweise Freiflug in der Wohnung gewährt, sollte entweder entsprechende Sicherheitsmaßnahmen treffen (auch Kabel, Kunststoffgegenstände etc. können gefährdet sein) oder die Vögel beim Freiflug gut im Auge behalten.

Eine andere gute Möglichkeit, Papageien von unerlaubten Knabbereien abzuhalten, ist, ihnen ausreichend Schreddermaterial und Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Bei mir klappt das bisher ganz gut, frische Äste schmecken wohl glücklicherweise besser als alte Holzbalken oder Faserplatten!

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