Mohrenkopfpapageien, lieb und intelligent

Ok, Mohrenkopfpapageien haben ein gewisses Aggressionspotential, auch darüber musste mal gesprochen werden. Aber nicht, dass ihr sie euch nun als kleine Monsterchen vorstellt. die nichts lieber tun, als sich gegenseitig zu zerfleischen! Denn eigentlich sind es, wenn sie richtig gehalten werden, wirklich ganz liebe und lustige kleine Gesellen, die zwar manchmal etwas ruppig zueinander sind, aber im Großen und Ganzen zugänglich, lieb und intelligent.

Foto: Mohrenkopfpapageien, lieb und intelligent

Man darf halt nicht vergessen, dass Papageien, auch wenn sie von klein auf bei uns Menschen leben, Instinkte und Gewohnheiten behalten, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Natürlich sind sie, besonders wenn sie in Menschennähe aufwachsen und nicht in großen Außenvolieren, zu einem gewissen Grad domestiziert. Aber als echte Streicheltiere wie Hund und Katze kann man sie dennoch nicht bezeichnen, auch wenn sie, zahm, von sich aus den Kontakt zu uns suchen. Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse und Instinkte, und es ist gut, wenn wir diesen Bedürfnissen möglichst gerecht werden können. Je weniger wir diesen Bedürfnissen Raum geben, desto eher sind Probleme vorprogrammiert. Diese Bedürfnisse sind z.B. das Bedürfnis nach arteigener Gesellschaft, nach viel Platz, auch zum Fliegen, nach artgerechter Ernährung, Luftfeuchtigkeit und Licht (UV-Licht), bei guten Bedingungen nach Fortpflanzung inclusive Aufzucht der eigenen Jungtiere, nach Material zum Nagen, nach sinnvoller Beschäftigung, nach einem Bad oder einer Dusche, usw.

Foto: Papageien brauchen Beschäftigungsmaterial

Das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt gehört nicht dazu, die Piepserchen könnten ganz gut ohne uns leben, von der Versorgung mal abgesehen. Und dennoch erleben wir immer wieder, wie sie doch auch Freude daran haben, mit uns in Interaktion zu treten, sich mit uns zu beschäftigen oder von uns beschäftigen zu lassen, uns zu ärgern, unsere Sachen zu klauen oder zu zerstören, sich uns neugierig zu nähern, uns nachzuahmen, von uns zu lernen, blöde Spielchen mitzumachen, usw.

Hier gilt es, den Kompromiss zu finden, die Vögel einerseits Vögel sein zu lassen und andererseits ein für alle Seiten glückliches Zusammenleben umzusetzen. Klappen kann das nur, wenn wir hinhören auf die Bedürfnisse der Vögel, wenn wir genau beobachten und versuchen, ihnen abzuspüren, was sie brauchen und von uns erwarten. Wenn wir unsere eigenen Vorstellungen manchmal zurückstellen und einfach mal warten, was vom Vogel kommt. Man braucht spezielle „Antennen“, aber man kann es lernen! Offen sein dafür, was unsere Papageien uns mitteilen!

Foto: Was will mir dieser Papagei sagen?

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