Gewöhnung an den Transportkäfig

Wie gewöhnt man seine Papageien an einen Transportkäfig?

Nun, da gibt es allerhand Möglichkeiten, die man, auch in Kombination, probieren kann. Ganz wichtig finde ich, dass sie den Transportkäfig kennen, dass er ein bekanntes und akzeptiertes Möbel ist. Bei mir steht er daher dauerhaft im Vogelzimmer und wird von den Vögeln auch, z.B. als Sitzplatz, gerne genutzt. Also nicht falsch verstehen: Sie sitzen oben drauf, nicht drinnen!

 Dass sie aber auch, zumindest ab und zu, gerne mal reingehen, dafür verteile ich ab und zu mal ein Paar Leckerchen im Käfig:

 Man sieht hier auf dem Foto die kleinen Holzbrettchen, da liegen Sonnenblumenkerne drauf. Und, wenn ich sie auch noch nicht beim Fressen dieser Kerne beobachtet habe, nach einiger Zeit sind sie gemampft! So lernen sie, Positives mit dem Käfig zu verbinden. Dass es angenehm da drinne ist, und dass man keine Angst haben braucht.

Zusätzlich mache ich von Zeit zu Zeit auch Clickertraining, wobei jede Annäherung an den Käfig geclickert und belohnt wird. Ich bin da jetzt so weit, dass sie sich im Rahmen des Clickertrainings auf die Käfigtüre setzen. Das ist doch schon mal was! Bis in einigen Wochen will ich sie gerne so weit haben, dass sie auf Befehl in den Käfig reingehen und ich das Türchen schließen kann. Dann möchte ich sie nämlich auch mal im Transportkäfig zumindest kurzzeitig auch mal mit in den Garten nehmen, dass sie auch mal in den Genuß echter Sonnenstrahlen kommen. Das ist nämlich supergesund für Vögel, noch besser als jede Vogellampe.

Gerade das Schließen des Türchens muss natürlich ganz langsam und allmählich eingeführt werden, wenn man da am Anfang zu schnell vorgeht, kann man viel verderben. Also erst mal ein kurzes Schließen und großzügige Belohnung, und dann langsam steigern. Und dann natürlich den Käfig erst im Vogelzimmer mal kurze Strecken hin- und hertragen, bevor die Vögel in unbekannte Gefilde transportiert werden. Wenn die Vögel dies gewöhnt sind, kann man auch einem notwendigen Tierarztbesuch viel von dem sonst üblichen Stress nehmen.

Ach so, noch ein paar Möglichkeiten, die Vögel in den Käfig zu bringen, bzw. daran zu gewöhnen: Wenn die Vögel auf die Hand gehen, kann man natürlich auch versuchen, sie langsam auf der Hand in den Käfig zu befördern. Wobei ich sagen muss, dass ich die obigen Möglichkeiten, wo sie ganz freiwillig reingehen, besser finde. Aber wenn ich jetzt schnell zum Tierarzt müsste, würde ich es wahrscheinlich mit der Hand-Methode probieren, weil ich mit dem anderen einfach noch nicht weit genug bin. So ein Training kostet halt auch ein bisschen Zeit.

Eine weitere Alternative wäre, die Vögel mit einem Targetstick in den Käfig oder in Richtung des Käfigs zu locken. Dies geht dann, wenn man mit den Vögeln bereits Targettraining gemacht hat und sie dem Targetstick gut folgen. Was ist Targettraining? Das ist eine Sache, die beim Clickertraining meist als erstes eingeübt wird: Die Tiere müssen einen Stab, den Targetstick, mit dem Schnabel berühren, ähnlich wie in dem Video von gestern mit der Spritze. Langfristiges Ziel ist aber, dass sie dem Stab folgen, so dass man sie dahin dirigieren kann, wo man sie haben möchte.

Hier stelle ich nochmal den kurzen Videofilm ein, wo man sieht, wie Seppl lernt, den Targetstick zu berühren:

Es gibt also einige Möglichkeiten, die Vögel mit ihrem Transportkäfig vertraut zu machen und sie daran zu gewöhnen, herumgetragen zu werden. Ein bisschen Geduld gehört halt, wie immer, dazu!

 

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