Wildfänge

Gerade Mohrenkopfpapageien wurden noch bis fast in unsere heutige Zeit hinein in großen Stückzahlen in Afrika wild gefangen und in die europäischen Länder eingeführt. Heute ist dies Gott sei Dank verboten. Denn dass es für die Tiere eine große Quälerei ist, aus dem natürlichen Lebensraum herausgefangen und in einen Käfig oder auch in eine noch so große Voliere gesperrt zu werden, versteht sich von selbst. Solche Wildfänge bleiben oftmals ihr ganzes Leben lang scheu, tun sich schwer daran, sich mit den Menschen anzufreunden bzw. in die Umgebung einzugewöhnen. Hin und wieder führt das dazu, dass die Tiere, die wild aufflattern, wenn Menschen sich nähern, sich dabei Verletzungen bis hin zum Tod zuziehen. Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel, es gibt auch einige Wildfänge, die sich an das Leben in Gefangenschaft angepasst haben oder sogar zutraulich geworden sind. Grundsätzlich muss man jedoch sagen, dass es tierfreundlicher ist, Papageien aus Nachzuchten zu halten, statt Wildfänge. In der heutigen Zeit gibt es auch genügend Nachzuchten in Deutschland.

Foto: Meine Mohrenkopfpapageien sind deutsche Nachzuchten

Beim Papageienkauf sollte man darauf achten, dass die Tiere geschlossene Ringe tragen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass es sich um Nachzuchten handelt.

Mohrenkopfpapageien hängt manchmal auch heute noch der Ruf an, eher scheu zu sein. Dies gilt wie gesagt in aller Regel für Wildfänge, die oft zeit ihres Lebens nicht zahm wurden. Nachzuchten können sehr zahm und zutraulich werden.

 Foto: Mohrenkopfpapageien werden leicht zutraulich

Wenn keine Papageien aus der Natur gefangen worden wären, hätten wir unsere heutigen Papageien gar nicht, das ist eine Sache, die uns bewusst sein muss. Irgendwann mussten Tiere dafür leiden, dass wir heute unserem Hobby nachgehen können. Viele radikale Tierfreunde lehnen die Papageienhaltung, zum Beispiel aus diesem Grund, gänzlich ab. Auch wenn ich das verstehen kann, teile ich diese Meinung (Ablehnung der Papageienhaltung) nicht. Wir haben nun mal heute die in Menschenobhut lebenden Papageien, wir können dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, und ich denke, dies können wir auch schaffen. Engagierte Papageienhalter sind stets bestrebt, ihre Haltungsbedingungen zu verbessern. Das ist gut so! Unsere domestizierten Papageien wieder in der Wildnis auszusetzen, ist sicher keine Lösung!

 

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