Pellets – Fastfood oder Vollwertkost?

Ich bin, auch was die menschliche Ernährung anbelangt, ein Verfechter von „so natürlich wie möglich“. Das gilt auch für die Ernährung meiner Haustiere. Deshalb bin ich eigentlich kein Freund von Pelletfütterung.

Warum „eigentlich“? Nun, es gibt ein paar Gründe, die dazu geführt haben, dass ich meine Papageien dennoch an Pellets gewöhnt habe, so dass ich diese zumindest zeitweise bzw. ergänzend als Futtermittel einsetzen kann.

Ölfrucht3Foto: Leckerchen werden zuerst gefressen!

 Der erste Grund ist, dass meine Papageien vom Körnerfutter nicht alles fressen. Zuerst sind natürlich die Sonnenblumenkerne weg (wenn denn welche drin waren, oft sammle ich sie heraus und gebe sie extra als Leckerchen), danach geht Kardi, und so weiter. Ein Bodensatz, bestehend aus Weizen, Gerste und anderem bleibt stets zurück. Selbst wenn ich die Körnermenge schon reduziert habe. Da meine Vögel eher dünn sind, möchte ich es mit dem Reduzieren aber auch nicht übertreiben. So gibt es zwar kein Gewichtsproblem, wenn sie sich eher von den fettreicheren Saaten ernähren. Ich befürchte jedoch, dass es eine zu einseitige Ernährung ist, die langfristig gesehen zu Mängeln führen kann. Auch was das Obst und Gemüse anbelangt, haben sie nämlich ihre Vorlieben und fressen beileibe nicht alles, auch wenn es schon viel besser geworden ist als am Anfang, als ich sie neu hatte.

Ein weiterer Grund ist, dass im Sommer das Obst doch recht schnell verdirbt und wir immer schnell ein Problem mit Fruchtfliegen haben. An Tagen, an denen ich zu Hause bin, ist dies kein Thema, da kann ich das Obst nach einer oder zwei Stunden wieder entfernen oder frisches anbieten. Es gibt aber auch Tage, wo ich sechs bis acht Stunden außer Haus bin, da ist dies halt nicht möglich. Oder wenn wir im Urlaub sind, da werden die Tiere von einem Nachbarn versorgt, der nur einmal am Tag vorbeischaut. Für solche Gelegenheiten finde ich es geschickt, wenn man auf Pellets ausweichen kann, da ich dann dennoch relativ sicher sein kann, dass meine Vögel von den Nährstoffen her ordentlich versorgt sind.

PaprikaKiwiFoto: Obst und Gemüse sind nur frisch appetitlich!

 Gegen den Einsatz von Pellets hingegen spricht, dass sie den Tieren keine Beschäftigung bieten. Sie brauchen nicht entspelzt zu werden und sind daher wesentlich schneller gefressen. Tiere, die dauerhaft lediglich mit Pellets ernährt werden, leiden daher eher unter Langeweile. Eine Pelleternährung wurde daher auch schon mit Rupferproblematiken in Verbindung gebracht. Ich löse dieses Problem so, dass ich zusätzlich zu den Pellets immer frische Äste anbiete. Diese werden von meinen Vögeln gerne angenommen, bieten viel Beschäftigung und verursachen kein Problem mit Ungeziefer oder Fäulnis.

Ich handhabe es also so: Keine Dauerernährung mit Pellets, aber hin und wieder, besonders im Sommer, als Alternative.

 

Ein Gedanke zu „Pellets – Fastfood oder Vollwertkost?

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